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10. Bergischer Bildungspreis Automotive

„Großartige Gelegenheit, in Unternehmen reinzuschauen“

„Großartige Gelegenheit, in Unternehmen reinzuschauen“ Zum zehnten Mal wurde der Bergische Bildungspreis Automotive verliehen. Die Verleihung fand zu diesem besonderen Anlass in der Immanuelskirche in Wuppertal-Barmen statt. Die Unternehmer des „Bergischen Stammtisch Automotive“ waren sich, ebenfalls wie die 48 Gymnasiasten aus allen drei Städten, einig – ein tolles Format, das nicht nur Spaß macht, sondern bei dem man auch voneinander lernt.

Ziel ist es, engagierten Nachwuchs in der Region zu fördern und langfristig als Nachwuchs von morgen für diese Branche zu begeistern. 48 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 aus zehn verschiedenen Gymnasien im Städtedreieck wurden in diesem Jahr an die Automotive-Branche herangeführt, nachdem sie sich erfolgreich für die Teilnahme beworben hatten. Im Vorfeld des Bildungspreises hatten einige der Jugendlichen schon die Gelegenheit genutzt, um auf der Internationalen Zuliefererbörse (IZB) in Wolfsburg in diese vielseitige Branche hinein zu schnuppern.

Praxisnähe im Unternehmen und als Aufgabe
Erst eine Woche vor dem Projekttag erfuhren die 48 Jugendlichen, welchem Unternehmen sie zugelost worden sind. Am Freitag um 9 Uhr trafen sie dort dann auf ihre drei Teamkollegen aus den verschiedenen Schulen. Im jeweiligen Unternehmen konnte dann erst mal so richtig hinter die Kulissen geschaut werden, bevor es an die Arbeit für die diesjährige Projektaufgabe ging. „Diese wird immer aus den Anforderungen der Unternehmen selbst entwickelt, in diesem Jahr hatte man sich auf den Wunsch nach mehr Praxisbezug in der Schule geeinigt“, so Projektleiter Martin Lietz von der Wirtschaftsförderung Wuppertal. „Integrieren Sie das, was Sie in Ihrem gastgebenden Unternehmen kennengelernt haben, in beispielhafte, spannende und praxisnahe Unterrichtssequenzen eines Schulfaches Ihrer Wahl“, hieß es dementsprechend in diesem Jahr. „Dabei durften auch Beispiele für mehrere Schulfächer gebracht werden“, ergänzt Necla Gündüz, die ebenfalls bei der Wirtschaftsförderung die Automotive-Unternehmen betreut. Bevor es am nächsten Tag an die Präsentation und Wahl der Gewinner geht, ist auch schon der Tag im Unternehmen ein Gewinn für beide Seiten: „Hochspannend, welche Ideen hier schon die Jugendlichen zum Unternehmen äußern. Zwar mitunter nicht umsetzbar, aber absolut innovativ“, berichtet Jürgen Krabs, Geschäftsführer der Kampa-Industrieanhänger, der – seit einem Jahr in Wuppertal ansässig – zum ersten Mal beim Bildungspreis Automotive dabei war.

Abwechslungsreiche Präsentationen und jubiläumswürdiges Programm
Am Samstag wurde es dann in der Immanuelskirche spannend, denn die Präsentationen der zwölf Teams waren äußerst abwechslungsreich. Das ein oder andere Team hatte die Aufgabe ironisch aufgenommen und parodierte den derzeitigen Lehrplan – vielleicht nicht ganz zur Freude ihrer Lehrer. Die 12 Unternehmensspitzen zogen für ihre Entscheidung die Bewertungskriterien Teamgeist, Inhalt und Verständlichkeit, Kreativität sowie Kommunikation und Präsentation heran. Nachdem die Plätze 12 bis vier verkündet waren, erhöhte ein tolles Rahmenprogramm den Spannungsbogen. Der Wuppertaler Jan Philipp Zymny, deutscher Meister im Poetry Slam, verlas zwei seiner selbstgeschriebenen Stücke, das eine mit dem Titel „Physik ist schön, niemand braucht Physik“ bot einen humoristischen Blick auf einen Berufsstand für die „Wie“-Fragen und sorgte ebenfalls wie sein Rückblick auf das Mittelalter „Es war zweimal“ in seiner Absurdität und Komik für viel Heiterkeit. Nicht minder humorvoll, aber auch verblüffend brachte dann ein Vertreter der „Physikanten & Co.“ jeweils unter „Nutzung“ von Mitwirkenden aus dem Publikum Themen wie Hebelwirkung, Statik, Leitstrom und Schwerpunktverlagerung mit unterhaltsamen Experimenten nahe. Dass „Orgel rockt“, davon konnte man sich im Anschluss überzeugen, als die Kirchenorgel gemeinsam mit einem Teil der Bigband des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums die Stimmung nochmal richtig aufheizte. Dann wurde es nochmal spannend, denn welches Schülerteam aus welchem Unternehmen hat die beste Lösung und die überzeugendste Präsentation erbracht?

Die Sieger
Auf dem dritten Platz landete das Team von Kronprinz: Stefanie Kempen, Jaqueline Wendel, Franka Niebeling und Nico Landau freuten sich über einen amazon-Gutschein. Martin Lietz teilte hierzu mit, dass man vor einem halben Jahr noch nicht gewusst habe, dass das ebenfalls bei der Wirtschaftsförderung angesiedelte Projekt Online City Wuppertal so schnell mit einem Marktplatz online sei, sonst hätte es natürlich dafür Gutscheine gegeben. Kronprinz-Geschäftsführer Andreas Wolfsholz freute sich mit seinem Team über die Platzierung. Auf Nummer zwei landeten Martin Przibylla, René Daun, Anna-Lea Jäger und Riccardo Cipriani vom Team Babtec und bekamen von Personalleiterin Nicole Breuer jeweils eine Outdoorkamera überreicht. Das Gewinnerteam kam von Brose, der neue Werksleiter Heiko Heise überreichte Nick Rokitta, Fiona Vanessa Graßmeier, Andreas Kind und Dominik Lichtenthäler ein iPad Air. Dass diese durchaus attraktiven Preise aber nicht im Vordergrund stehen, war sogar von Schülerseite zu hören: „Freunde von mir haben hier schon letztes Jahr mitgemacht und fanden es toll, also wollte ich unbedingt dabei sein und habe mich beworben. Es ist eine großartige Gelegenheit, in ein Unternehmen reinzugucken und durch viele Präsentationen bekam man auch einen Einblick in die anderen Firmen. Es gibt hier ganz verschiedene Aufgabenbereiche und Berufsbilder. Ich weiß noch nicht, wo ich hin will, auf jeden Fall in die Wirtschaft und der Bereich Entwicklung interessiert mich jetzt schon sehr“, so Dominik Lichtenthäler aus dem Siegerteam. Das Angebot eines Praktikums – das für alle Teilnehmer gilt – möchte er auf jeden Fall wahrnehmen. Die Teams saßen auch noch nach der Verleihung zusammen, vielleicht sind hier auch neue Freundschaften entstanden, bei so manchem aber auch sicher ein Berufswunsch.

Stammtisch Automotive
Der Unternehmerstammtisch Automotive ist ein Netzwerk bestehend aus 13* bergischen, technologisch anspruchsvollen und innovativen Automobilzulieferunternehmen. Sie beschäftigen in Summe weltweit mehr als 52.000 Mitarbeiter und generieren einen Umsatz von rund neun Milliarden Euro. *AVL Schrick, Babtec Informationssysteme, Brose Schließsysteme, Edscha Holding, Gedore Werkzeugfabrik, Hako Automotive, Happich (2014 nicht aktiv), Kampmann + Aretz, KRONPRINZ, Maschinenbau Kooperation Wuppertal, Robert Schröder, Vorwerk Autotec, WKW Erbslöh Automotive.

Quelle: www.wf-wuppertal.de

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