Schuhfertigung
Die vollautomatische Montageanlage verarbeitet Fußbetten vom Entnahmebereich bis zur fertig montierten Einheit.
Technische Merkmale
- Steuerung & AutomatisierungBeckhoff
- Sicherheitskonzept / NormenTroax-Zaunsystem / oder Ähnliches
Umsetzung und Lösung
Zunächst werden die Gebinde über Staurollenbänder bereitgestellt. Fixiervorrichtungen positionieren die Behälter exakt für den Entnahmeroboter. Leere Gebinde werden automatisch weitertransportiert und erneut fixiert, um sie später wieder mit Fertigteilen zu befüllen.
Ein Eingaberoboter entnimmt jeweils fünf Paar Fußbetten aus einem Gebinde. Der Greifer spreizt die Paare von einem engen auf einen größeren Mittenabstand und übergibt sie an eine Aufklapp- und Ablagestation. Dort werden die Abstände nochmals vergrößert, bevor die Paare aufgeklappt und zuverlässig auf ein Transportband abgelegt werden.
Über ein servomotorisch getaktetes Band gelangen die Fußbetten zu zwei Bestückungsrobotern. Ihre Lage wird über ein 2D-Kamerasystem erkannt. Anschließend erfassen 3D-Scanner die genaue Position für die spätere Lochung. Die Roboter legen die Teile auf einem Rundteller ab, richten sie entsprechend der Messdaten aus und spannen sie für die Weiterbearbeitung.
Auf dem Rundtakter übernimmt Station 1 das rechte Fußbett, Station 2 das linke – beide parallel. In der folgenden Station werden die erforderlichen Lochbilder mittels geführter Stanzwerkzeuge eingebracht; der Stanzabfall wird kontrolliert in bereitgestellte Behälter geführt. Die Bewegungen erfolgen servomotorisch.
Danach werden Lederzehenstege montiert. Sie werden magaziniert bereitgestellt und über eine Vakuumtrommel vereinzelt. Eine Montagezange übernimmt die Stege und zieht sie präzise mit einem Toleranzbereich von ±1 mm ein. Ein manueller Magazinwechsel ist vorgesehen.
Anschließend werden Kunststoffstege montiert. Diese gelangen sortenrein über zwei Zuführsysteme in die Anlage und werden von einem Roboter ausgerichtet und in Zuführschienen abgelegt. Ein servomotorisches Handling bringt die Stege automatisch unter den Taktteller. Von dort aus werden sie über durchfahrende Greifzangen aufgenommen, durch die Fußbetten gezogen und dabei um 90° gedreht.
Für die Aktivierung des Klebers an den Lederstegen wird ein Infrarotstrahler pneumatisch zugestellt. Die Temperatur wird erfasst und die Heizleistung geregelt. Danach prüft die Anlage die Temperatur der Lasche. Ist sie ausreichend, wird diese pneumatisch umgelegt und angedrückt.
In der Entnahmestation hebt ein weiterer Roboter die fertigen Teile einzeln vom Rundteller und legt sie auf das Fertigteilband. Ein separater Mehrfachgreifer nimmt anschließend fünf Paar fertige Fußbetten gleichzeitig vom Band auf, bringt sie zusammen und legt sie sortiert in ein leeres Gebinde zurück.
Die gefüllten Gebinde werden über Staurollenbänder automatisch zur Abhol- und Ausgabestation transportiert, womit der Montageprozess abgeschlossen ist.
Ergebnisse
| Kennzahl / Technische Daten | |
|---|---|
| Taktzeit | 3,5 s / Paar / Taktteller |
| Maschinenverfügbarkeit | > 85 % |
| Ausschuss | |
| Abmessungen | ca. (H × B × T) XX m × XX m × XX m |
| Steuerung | Beckhoff |
| Antriebe | Bosch Rexroth / Beckhoff |
| Gestell | Stahl, lackiert |
| Sicherheit | Troax-Zaunsystem / oder Ähnliches |
| Druckluftversorgung | 6 bar |
| Spannungsversorgung | 400 V 50/60 Hz, 3 Phasen |
| Pneumatische Aktoren | Festo, Schunk |
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